Unglückliche 1:2-Niederlage gegen starke Mönchengladbacher
Der SC Verl begann auch sein zweites Heimspiel am Freitagabend gegen die U 23 der Borussia Mönchengladbach, ähnlich wie gegen RW Oberhausen, im Stile einer Spitzenmannschaft. Bereits in der dritten Minute lag die Führung in der Luft. Al Ghaddiouis Schuss aus kurzer Distanz wurde noch zur Ecke abgewehrt, Fabian Großeschallau brachte den Ball platziert vor das Gästegehäuse, den Kopfball von Patryk Plucinski rettete Ritter auf der Linie und den Abpraller setzte Hamadi Al Ghaddioui an die Querlatte. In der Folgzeit unterstrichen die Gäste aber, was SCV-Trainer Andreas Golombek seinen Leuten mit auf den Weg gegeben hatte: »Wir dürfen die Gladbacher nicht nach dem Tabellenplatz beurteilen. Sie sind wesentlich stärker. Lasst sie am besten erst gar nicht ins Spiel kommen.« Um diese Vorgaben zu erfüllen, hatte er die Startformation gegenüber letzten Sonntag auf zwei Positionen geändert: Simon Engelmann spielte für Herve Unzola und Sebastian Schonlau für Daniel Mikic. Die 704 Besucher erlebten zunächst ein von beiden Seiten hervorragend geführtes, schnelles und ausgezeichnetes Spiel, in dem sich die Gäste nach etwa 20 Minuten leichte Vorteile erkämpften und in der 33. Minute durch Tim Knipping in Führung gingen. Kevin Holzweiler hatten einen Freistoß von rechts in den Verler Strafraum gebracht. Nach einem Pressschlag zwischen Hamadi Al Ghaddioui und Knipping sprang der Ball ins rechte Toreck. Zuvor hatte der kleine Holzweiler (24.) völlig freistehend aus guter Position einen Direktschuss verzogen. Die Freude der Gäste über die Führung währte indes nicht lange. Nur zwei Minuten später jagte Simon Engelmann mit energischem Einsatz Nils Rütten den Ball ab, versetzte Oliver Stang und erzielte aus halbrechter Position den Ausgleich. Drei Minuten später sogar die Chance zur Führung für unseren SPORTCLUB, als Fabian Großeschallau nach glänzender Vorarbeit von Nico Hecker vor das Mönchengladbacher Gehäuse flankte, Simon Engelmann und Hamadi Al Ghaddioui aber knapp verpassten. Die erste Viertelstunde der zweiten Hälfte ging dann klar an die Gäste, die durch Ritter, Holzweiler und Zimmermann zu guten Möglichkeiten kamen. Erst in der 56. Minute brachte unser Team die Gäste erstmals wieder in Gefahr, als ein Konter über Matthias Haeder und Marco Kaminski aber zur Ecke abgewehrt wurde. Die Gäste blieben jedoch gefährlich und erzielten in der 63. Minute die erneute Führung. Marlon Ritter schlenzte einen Freistoß über die Verler Abwehrmauer hinweg in den linken Winkel. Patryk Plucinski hatte zuvor Sezer bei einem Solo mit einem Bodycheck 20 Meter vor dem Strafraum umgesäbelt und dafür die Gelbe Karte gesehen. Danach folgte ein pausenloses Anrennen des SPORTCLUBS auf das Gästegehäuse. Ein knappes halbes Dutzend bester Möglichkeiten konnte aber nicht verwertet werden, und so stand am Ende die erste Saisonniederlage. Mönchengladbach gewann nicht unverdient und unterstrich eindeutig, dass sie auch in dieser Saison zu den Teams des oberen Drittels zu zählen sind. Aber mit nur ein wenig Glück hätte unser Team zumindest ein Remis erzielen können. Wer weiß, wie es gelaufen wäre, wenn gleich in der dritten Minute die durchaus mögliche Führung gelungen wäre. Sven Demandt: »Wir sind sehr zufrieden und haben im fünften Spiel in Verl zum vierten Mal 2:1 gewonnen. Der Sieg war nicht unverdient, am Ende haben wir aber zittern müssen und in einigen Situationen der starken Verler Schlussphase Glück gehabt.« Andreas Golombek: »Mit der Leistung meiner Mannschaft war ich zufrieden, mit dem Ergebnis nicht. Wir haben uns bei zwei Standardsituationen wieder überrumpeln lassen, hatten zudem zu Beginn der zweiten Hälfte keinen Zugriff auf den Gegner. Ich kann meinen Jungens aber keinen Vorwurf machen. Die Mönchengladbacher haben bewiesen, dass sie gute Nachwuchsarbeit leisten. Ein Punkt wäre für uns sicher verdient gewesen. Insgesamt geht der Sieg der Gladbacher aber dennoch in Ordnung. Wir wollen uns jetzt im Pokal am Dienstag in Paderborn wieder aufbauen und uns am nächsten Samstag in Schalke rehabilitieren.« SC Verl: Lange - Großeschallau, Schmidt, Plucinski, Kaminski - Schonlau (78. Mainka), Schröder (81. Kunstmann) - Hecker (61. Rasp), Engelmann - Haeder, Al Ghaddioui. Im Aufgebot: Mellwig (Tw), Mikic, Bertram, Unzola. VfL Borussia Mönchengladbach II: Kompalla (Tw) - Berauer, Stang, Knipping, Lenz - Zimmermannn, Rütten, Sezer, Holzweiler (84. Mero) - Ritter (82. Mohr), Rodriguez (92. Rizzo). Im Aufgebot: Bolten (Tw), Topal, Mickels, Yeboah. Zuschauer: 704 Schiedsrichter: Florian Visse (Hörstel) Gelbe Karten: Lange, Schonlau, Plucinski - Knipping, Zimmermann, Sezer. 0:1 (34.) Tim Knipping, 1:1 (35.) Simon Engelmann, 1:2 (63.) Marlon Ritter.
FC Kray in der Regionalliga angekommen
Am gestrigen Sonntag gastierte der SC Verl in der KrayArena - powered by Stölting Service Group. Die Mannschaft von Trainer Andreas Golombek schlug am ersten Spieltag Rot Weiß Oberhausen deutlich und trat mit einer gehörigen Portion Selbstbewußtsein an. Aber die Mannschaft um Kapitän Philipp Kunz stand von Anfang an kompakt in der Defensive, machte dem Gast das Leben schwer und erspielte sich einen am Ende verdienten Punkt. Verl präsentierte sich passsicher, dies allerdings, ohne nennenswerte Chancen zu kreieren. In der 28. Minute dann allerdings das 0-1. Eine Unachtsamkeit bei einem Einwurf der Gäste nutze Matthias Haeder auf links; passte quer vor das Tor und Al Ghaddioui schob zur Führung ein. Mit diesem Ergebnis ging es dann in die Halbzeitpause. Die zweite Halbzeit begann das Krayer Team forsch; stand nun höher; kam dadurch schneller vor das Gästetor und belohnte sich nach mehreren guten Aktionen in der 62. Minute. Einen langer Einwurf von Kevin Kehrmann setzte Emir Alic per Kopf ans Lattenkreuz und es war dann Vincent Wagner, der den Abpraller ins Netz wuchtete. Der Jubel der über 600 Zuschauern kannte keine Grenzen mehr. Die Fans peitschten das Team nach vorne und jubelten bei jeder gelungene Aktion. Eric Yakhem hatte sogar die Chance zum 2-1, aber sein Schuss verfehlte das Gästetor. Eine letzte gute Chance der Gäste vereintelte Phlipp Kunz mit einer Glanzparade in der 85. Minute und somit endete das Spiel unter dem Jubel der Fans, die die Mannschaft noch zu einer LaOla animierte, mit 1-1. Gästetrainer Andreas Golombek zollte dem FCK nach dem Spiel Respekt: "Der FC Kray ist mit diesem Spiel in der Regionalliga angekommen", unterstrich der Ex-Profi und fügt zur Freude der Krayer Anhänger hinzu. "Wir sind froh, dass wir hier nicht mehr hin müssen, jetzt sind die anderen Mannschaften dran. Der Kunstrasen, das enge Spielfeld und eine kämperisch sehr starke Truppe machen es einem sehr schwer, in Kray zu gewinnen." Trainer Michael Lorenz war verständlicherweise zufrieden mit dem Auftritt seines Teams: "In den letzten Wochen haben wir am Teamgeist, der Überzeugung und dem Glauben gearbeitet. Diese Eigenschaften haben sich gegen Verl auch ausgezahlt. Wir haben sicher gegen einen starken Gegner gut gespielt, aber momentan ist erst ein Punkt auf dem Konto. Die Jungs haben Bock und fighten Tag für Tag nach ihrem Feierabend für das große Ziel Klassenerhalt."
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